Hundeerziehung und Hundeschulen - Was Hänschen nicht lernt...
Erziehungsarbeit beim Hund sollte früh beginnen. Grenzen sind für die weitere Entwicklung des Tieres enorm wichtig. Denn im Mensch-Hunde-Gespann muss der Zweibeiner den Ton angeben und nicht umgekehrt. Hundeschulen bieten hierbei die geeignete Unterstützung.
Hundeerziehung und Hundeschulen - Was Hänschen nicht lernt...
Mehr zum Thema
» Homöopathie für Hund und Katz - Hilfe auch bei Verhaltensproblemen
» Dogsitting - Wohin mit dem Liebling?
» Flirtfaktor Haustier - Tiere als Kuppler
» Vierbeinernachwuchs - Was Welpen alles brauchen
» Entspannen - nach der Jacobson Methode

Allgemeines zur Hundeerziehung

Das Ziel der Hundeerziehung liegt darin, dass der Hund in bestimmten Situationen auf akustische Zeichen und Sichtzeichen seines Menschen das gewünschte Verhalten zeigt.
Bei Diensthunden handelt es sich um eine richtige Ausbildung. Hierbei werden dem Tier standardisierte Fähigkeiten und Fertigkeiten zur Erfüllungen vorgegebener Aufgaben vermittelt. Aufgrund der Notwendigkeit, dass der Hund eine bestimmte Aufgabe erfüllen muss, ist die Ausbildung oftmals konsequenter und ernsthafter als die Erziehung.


Notwendigkeit der Hundeerziehung

Der Hund muss sich an „seinem“ Menschen orientieren können. Diese Orientierung erhält der Hund im Rahmen der Hundeerziehung. Für ein geregeltes Zusammenleben muss das Tier wissen, wie es sich zu verhalten hat, damit es sich seelisch und körperlich gesund entwickeln kann. Seine Existenz ist an die Einbindung in eine Struktur angewiesen.

Im Rahmen von Ausbildung und Erziehung werden die Eigenschaften und Anlagen des Hundes in bestimmte Bahnen gelenkt, entweder absichtlich gefördert oder gehemmt. Das Tier braucht auf jeden Fall seinen Menschen als verlässlichen Sozialpartner, der ihm Halt gibt und versteht ihn zu führen.


Was es zu beachten gibt

Als Grundlage der Hundeerziehung ist es erforderlich zu definieren, was der Hund können soll. Handlungen und Aufgaben müssen immer gleich ablaufen und immer wiederholt werden, damit sie zur Gewohnheit werden.

Im Rahmen der Hundeerziehung, aber natürlich auch generell in der Hundehaltung, sind Geduld, Zeit, Zuneigung und Verständnis für das Tier erforderlich.

Sogenannte „Ausnahmen“ wie „nur heute bekommst du ein Stückchen vom Abendessen weil du so brav warst“ oder „nur heute darfst du im Bett/auf der Couch schlafen weil ein Gewitter tobt“ merken sich Hunde sehr gut und sie werden immer wieder versuchen, diese „Ausnahmesituationen“ zu bekommen. Den Hund motiviert die Aussicht auf den Erfolg, denn er weiß: es kann funktionieren.


Wie der Hund lernt

Der Hund lernt genauso wie jedes andere Lebewesen immer, ganz egal, ob er möchte oder nicht. Lernen ist die Form der Auseinandersetzung des Individuums mit seiner Umwelt. Je nach Konstitution und Charakter des Tieres erfolgt eine Reaktion auf die Umwelt. Hundeerziehung führt bei entsprechender Intensität zur Verhaltensänderung, da der Hund nun gelernt hat, auf einen Umweltreiz entsprechend zu reagieren.

Durch konsequente Wiederholungen wird das Tier anhand der gesammelten Erfahrungen in gleichen Situationen gleiches oder ähnliches Verhalten zeigen.


Grundlagen der Hundeerziehung

Im Rahmen einer erfolgreichen Erziehung kommen einige Regeln zur Anwendung. Hunde lernen durch positive Verstärkung wie Belohnung durch Leckerlis, Loben und Streicheln oder Spielen am schnellsten und besten. Wichtig ist, dass die positive Verknüpfung sofort nach dem Ausführen einer vom Besitzer gewünschten Handlung erfolgt. Schon wenige Sekunden Verzögerung sind für den Hund zu lange, um in Tat und Wirkung einen Zusammenhang zu erkennen.

Während mit hoher und freundlicher Stimme gelobt wird, erfolgt die Bestrafung in einem Tonfall, durch den der Hund den Unmut seines Besitzers erkennen kann. Energisches scharfes Ansprechen mit „Pfui“, „Aus“ oder „Nein“ ist dem Anschreien in jedem Fall vorzuziehen.

Am professionellsten und produktivsten erfolgt die Hundeerziehung in einer Hundeschule.

 

Hundeschulen

Hier lernen Vierbeiner und Zweibeiner und fachkundiger Anleitung, richtig miteinander umzugehen und zu kommunizieren.


Die Möglichkeiten von Hundeschulen

In der Hundeschule soll das Tier im Rahmen der Erziehung das Ausführen verschiedenster Kommandos erlernen. Umgekehrt lernt der Hundehalter, diese Kommandos auf eine verständliche Weise zu übermitteln. Während des „Unterrichts“ kommt der Hund auch mit anderen Hunden in Kontakt, was sich positiv auf sein Sozialverhalten auswirken kann.

Selbst das Erziehen von schwierigen oder aggressiven Hunden ist in Hundeschulen möglich, sodass dem weiteren Zusammenleben von Mensch und Tier nichts mehr im Wege steht.


Wichtige Zusatzinfos

Hunde haben Schwierigkeiten, das in der Hundeschule Gelernte auf Alltagssituationen zu übertragen, da sie schlecht verallgemeinern. Deshalb ist es wichtig, mit dem Tier auch an anderen Orten sowie in der häuslichen Umgebung zu trainieren.

Auch soll die Ausbildung beziehungsweise Erziehung dem Wesen und Alter des Hundes angepasst sein. Unsichere, ängstliche Hunde benötigen unter Umständen eine andere Form der Erziehung als stürmische, dominante oder aggressive Hunde.


LINKTIPPS:

Verband für tiergerechte Hunderziehung und Hundezucht Österreich – www.vhezoe.at
Hundeschulen Österreich – www.haustierbedarf.at/hundeschulen.php

 

 

 

Autorin: Mag. Vorauer Nicole

 

 

Kommentare