Höhlen und Grotten - Abenteuer unter Tage
Nicht Alltägliches kann erleben, wer auf den Spuren Jules Vernes wandelt und sich dem Mittelpunkt der Erde nähert.
Höhlen und Grotten - Abenteuer unter Tage
Info
Lesetipp:

Österreichs faszinierende Höhlenwelt
von Robert Bouchal und Josef Wirth
Pichler Verlag
Mehr zum Thema
» Brustkrebs- Vorsorge - bitte keine Vogel-Strauß-Politik
» Kleine Gipfelstürmer - Richtig wandern mit Kindern
» Nebenhöhlen-Entzündung - was man dagegen tun kann
» Familienausflug - guter Start in die gemeinsame Zeit!
» Ausflüge auf die Burg - ein Spaß für die ganze Familie

Selbstverständlich wird man nicht auf exotische Echsen oder Dinosaurier stoßen, auch werden Sie keine Riesenfarne oder Ozeane entdecken, jedoch werden Sie eintauchen in das Dunkel der Berge, die kalte Luft des Berges riechen, dem Gesang des Wasser lauschen, welches in kleinen stetigen Tropfen zu Boden fällt und sich hie und da zu einer Pfütze sammelt. Jeder einzelne Gang verbirgt ein kleines Abenteuer, jeder Tropfstein ist einzigartig, und wenn die Taschenlampe erlischt, ist es finsterer als es die schwärzeste Nacht sein kann. Gleichsam wie ein Abenteurer wandelt man auf den Spuren längst vergangener Tage und auch wenn man nicht als Erster die Höhle entdeckt hat, so öffnet sich doch einem das Geheimnisvolle  in seiner ureigensten Atmosphäre.

Doch was ist eine Höhle?

Eine Höhle ist ein Hohlraum, der durch einen natürlichen Vorgang entstanden ist und nach dem Verständnis der Höhlenkunde eine Mindestlänge von fünf Metern aufweisen muss. Dieser Hohlraum kann mit Gas, Wasser oder anderen Ablagerungen befüllt sein.

Kleiner Survival Guide für Höhlenfreunde

Gehen Sie nie alleine in eine Höhle, die Idealgruppe fängt bei drei bis vier Personen an. Teilen Sie Ihr Vorhaben zugleich einer nicht an der Begehung der Höhle beteiligten Person mit und geben Sie Ihr die wichtigen Daten und Koordinaten. Verwenden Sie einen Helm und sorgen Sie für eine ausreichende Anzahl an Lichtquellen, die voneinander unabhängig sind. Achten Sie auf ausreichend warme Bekleidung, die Temperaturen in den Höhlen betragen meist um die sechs Grad Celsius.

Österreich ist gesegnet mit vielen kleinen und einigen großen Höhlen. Viele Höhlen sind heute als Schauhöhlen begehbar, einige sind unversperrt passierbar, wenige werden aus Naturschutzgründen geheim gehalten. Sollten Sie auf den Geschmack gekommen sein, dann können Sie sich ja vielleicht für die eine oder andere Höhle erwärmen:

Bärenhöhle

Die Bärenhöhle bei Winden am See ist die einzige bisher bekannte Naturhöhle im Burgenland, dafür kann sie gleich mit mehrerlei Funden aufwarten. Neben Überresten von Höhlenbären und Höhlenhyänen, welche im Turmmuseum von Breitenbrunn genauer unter die Lupe genommen werden können, kann man auch auf die Fledermausart „Große Hufeisennase“ stoßen, die hier aufgrund des milden Höhlenklimas ein Zuhause gefunden hat.

Die Hermannshöhle bei Kirchberg am Wechsel

… zählt zu der größten Tropfsteinhöhlen in Niederösterreich. Sie wurde nach dem interessierten Hermann Steiger benannt, der sofort Gefallen an der Höhle fand und die umliegenden Grundstücke und die Rechte an der Höhle erwarb. Dank ihm wurde die Höhle erschlossen und zu einer Schauhöhle adaptiert. In Summe ist die Höhle mit all ihren kleinen Gängen 4277 m lang. Die Höhle kann nur zu Öffnungszeiten aufgesucht werden, Führungen finden in regelmässigen Abständen statt. http://www.hermannshoehle.at

Eisriesenwelt Werfen

Mitten im Hochsommer verschafft dieses Fleckchen Erde garantiert Abkühlung, sogar im Sommer liegen die Temperaturen meist unter null Grad, warme Kleidung sei daher wärmstens empfohlen.
Die gigantische Höhle mit ihren zahlreichen natürlichen Eisskulpturen- und gebilden verfügt über eine Gesamtlänge von sagenhaften 40 Kilometern. Im Zuge der Führung können Sie sich von den bizarren Formen und Farben des Eises verzaubern lassen. Aus organisatorischen Gründen besteht allerdings ein Fotografier- und Filmverbot. http://www.eisriesenwelt.at

Lamprechtsofen

... ist mit ihren ca. 1600 Metern zurzeit die tiefste Höhle Österreichs und zugleich die längste Durchgangshöhle der Welt. Der Name der Höhle leitet sich von der Sagengestalt des Ritters Lamprecht ab, der je nach Sage einmal ein gefürchteter Raubritter oder ein gutmütiger Herr gewesen sein soll. Der Schauhöhlenteil verfügt über eine Länge von 700 Meter und kann sowohl im Sommer als auch im Winter besucht werden.

Die Seegrotte in Hinterbrühl

... bietet den größten unterirdischen See in Europa, welcher im Zuge einer Sprengung im damaligen Gipswerk entstand. Der See ist durchschnittlich 1.20 Meter tief, da er über keinen natürlichen Abfluss verfügt, müssen jede Nacht 50 bis 60 tausend Liter Wasser abgepumpt werden. Die Grotte ist ganzjährig geöffnet, die Führung erfolgt in kleinen Booten. http://www.seegrotte.at

Autorin: Mag. Karin Puchegger

 

Kommentare