Grünkohl - Vitamin C Bombe für den Winter
Als eine Zuchtform des Kohls ist der Grünkohl ein klassisches Wintergemüse, welches durch seinen hohen Gehalt an Vitamin C sehr beliebt ist.
Grünkohl - Vitamin C Bombe für den Winter
Mehr zum Thema
» Kohl - das steckt viel drinnen
» Riechen, Räuchern, Rituale - die Geheimnisse des Räucherns
» Natur-Recycling - Kompostieren richtig gemacht
» Die Trennkost - Grundprinzipien und Anwendung
» Gute Kohlenhydrate? - Was ist dran am glykämischen Index?

Bereits seit 400 v. Chr. ist der Kohl, der mal Grün-, mal Braunkohl genannt wird oder auch unter dem Namen „Oldenburger Palme“ beliebt ist, in Griechenland bekannt. In der römischen Küche zählte er zu den Delikatessen und wer das Gewächs auf seinen Feldern anbaute, brauchte sich keine finanziellen Sorgen zu machen.

Heute bekommt man den Kohl fast in jedem Supermarkt im späten Herbst, bzw. Winter. Je länger mit der Ernte des Grünkohls gewartet wird, umso besser schmeckt er, weshalb der nach dem Frost geerntete Kohl beliebter ist. Dies liegt daran, dass der reife Grünkohl kaum noch Stärke, dafür um so mehr durch Fotosynthese gebildeten Traubenzucker enthält und weniger bitter schmeckt. Es gilt: Je länger er reifen kann, umso besser entfaltet er seinen herb-süßen Geschmack und sein volles Aroma. Außerdem wird er durch einen längeren Reifeprozess weicher, zarter und leichter verdaulich.

Die Grünkohlköpfe bestehen aus gekräuselten Blättern, welche für die Zubereitung vom Strunk abgeschnitten und in Streifen geschnitten werden. Grünkohlblätter sollten beim Kauf fest und saftig grün sein. Je früher die Sorte, um so heller sind die Blätter. Auf Wochenmärkten lassen sich die Blätter meist in Einzelportionen kaufen oder direkt beim Bauern frisch vom Feld ernten.

Beliebt ist diese Sorte des Kohls auch wegen seines hohen Anteils ans Vitamin C (100mg auf 100g Kohl), der auch beim Kochen gut erhalten bleibt. Von allen Kohlarten enthält er zusätzlich den höchsten Anteil an Eiweiß und Kohlehydraten, viele Mineralien wie Kalium, Calcium (181 mg/100g), Magnesium und Eisen. Deshalb sollte das Gemüse vor allem bei Vegetariern, Veganern und Menschen mit Milchallergie häufig auf dem Speiseplan stehen. Gerade im Winter ist dieses Gemüse eine natürliche Möglichkeit, seine Abwehrkräfte zu stärken und Krankheiten vorzubeugen.

Die Blätter des Grünkohls lassen sich kochen, garen oder blanchiert zum Salat servieren. Auch als Mousse eingekocht schmeckt der Kohl hervorragend zu Speck oder Würstchen – und sieht dabei aus wie gekochter Spinat. Hier empfiehlt sich vor allem die Zubereitung als Eintopf mit der Pinkel-Wurst, einer geräucherten Grützwurst, die im Norden von Deutschland sehr beliebt ist.

Autorin: Dipl.-Soz. Christine Bulla
 

Kommentare