Budo - Kampf mit Körper und Geist
Budo steht für jene japanischen Kampfkünste, die nicht nur Kampftechniken, sondern auch eine „innere Lehre“ beinhalten.
Budo - Kampf mit Körper und Geist
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Als „Kriegskunstweg“ oder „Weg des Krieges“ könnte man das japanische Wort „Budo“ ins Deutsche übersetzen. Budo ist quasi ein Oberbegriff für alle japanischen Kampfkünste, die nicht nur Kampftechniken, sondern auch eine „innere Lehre“ oder Philosphie beinhalten. Budo, das sich aus den beiden japanischen Wörtern „bu“ (kriegerisch bzw. Waffen anhalten) und „do“ (Weg) zusammensetzt, hebt sich dadurch vom Begriff „Bujutsu“ ab. Denn dieses Wort bezeichnet die reine Technik, nicht aber die Auseinandersetzung mit dem Inneren.

Eigene Budo-Charta

Die Diskussionen der Japanischen Budo Vereinigung führte in den Achtziger Jahren dazu, eine eigene Budo-Charta (Budo Kensho) aufzustellen. Darin ist festgeschrieben, dass der Zweck von Budo darin bestehe, den eigenen Charakter zu kultivieren und die Fähigkeiten, etwas zu beurteilen oder Entscheidungen zu fällen, zu erweitern. Außerdem natürlich, eine physische und geistige Ausbildung durch die Kampftechniken zu erhalten. Es wird darauf hingewiesen, dass man sich beim Training nicht nur an den technischen Fähigkeiten orientieren, sondern vielmehr Geist und Technik zu einer Einheit verbinden soll.

Bedrohung: Wille, zu gewinnen

Budo soll neben geschickter Technik und körperlicher Kraft die Einheit von Geist und Körper fördern. „Der Geist des Budo ist im modernen Japan eine Quelle der mächtigen Energie und fördert wünschenswerte Neigungen in jedem Einzelnen“, heißt es in der Budo-Charta. Weiters heißt es, dass das oftmalige Herausheben des technischen Trainings sowie der Wille, Budo-Kämpfe unbedingt gewinnen zu wollen, eine Bedrohung für das Wesen des Budo seien. Denn beim Budo geht es nicht unbedingt darum, zu gewinnen: Der Sinn des Kampfsportes liegt in der Ausführung selbst. Das Ergebnis, also zum Beispiel ein Sieg, ist zweitrangig. Budo wird als Prozess angesehen – was dabei herauskommt, ist noch offen und nur nebensächlich.

Autorin: Mag.a Maria Kapeller

 

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