Regelmässiges Training - beugt Übergewicht, Bluthochdruck, und Herz-Kreislauf-Erkrankungen vor
Wer aktiv etwas für seine Gesundheit tun will, sollte aufs Fahrrad steigen: Regelmäßiges Radfahren kann Übergewicht, Bluthochdruck, Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Rückenschmerzen vorbeugen. Schon eine halbe Stunde am Tag genügt dabei, um gesund und fit zu bleiben.
Wer mehrmals in der Woche Rad fährt, ist seltener krank: Das haben ganz aktuell Wissenschaftler der Deutschen Sporthochschule Köln bestätigt. Radfahren regt zum Beispiel die Fettverbrennung und die Durchblutung an, fördert die Sauerstoffaufnahme, baut Cholesterin ab und trainiert die Muskeln. "Da das Körpergewicht zu 70 Prozent auf Sattel, Lenker und Pedale ruht, schont Radfahren die Gelenke", sagt Medizinerin Matthias. "Wer Rad fährt, bringt außerdem seine Abwehrkräfte in Schwung und fühlt sich rundum wohler." Sportliches Training auf dem Fahrrad eignet sich für jedes Alter. "Auch Menschen mit geringer Leistungsfähigkeit oder einer chronischen Erkrankung können so ihr Wohlbefinden steigern", sagt Matthias.

Das Herz arbeitet besser

Radfahren trägt dazu bei, dass das Herz ökonomischer arbeitet und der Herzmuskel besser durchblutet wird. Radler haben statistisch gesehen sogar eine höhere Lebenserwartung: Erwachsene, die sich regelmäßig bewegen, bekommen nach einer Studie der Weltgesundheitsorganisation (WHO) nur halb so oft einen Herzinfarkt wie Bewegungsmuffel. Von 100.000 Bypassoperationen wären laut WHO 95.000 unnötig, wenn mehr Menschen im Alltag das Fahrrad benutzen würden.
Auch dem Rücken tut das Radfahren gut, denn es stärkt die Rückenmuskulatur und stabilisiert die Wirbelsäule. Dadurch lösen sich Verspannungen. "Wichtig ist aber, dass Radfahrer richtig im Sattel sitzen", sagt Medizinerin Katja Matthias. "Wer seinen Rücken durch Radfahren stärken will, sollte darauf achten, dass der Lenker höher ist als der Sattel, denn das gewährleistet eine aufrechte Haltung."

Der Wechsel aus Be- und Entlastung festigt auch die Knochen. Das beugt Osteoporose, einem Abbau der Knochenmasse, vor. Durch die Bewegung an der frischen Luft nehmen Radfahrer außerdem mehr Sauerstoff auf als Stubenhocker und stärken ihre Atemmuskulatur und die Lunge. Dadurch können sie sich vor Infekten schützen. Radfahren ist darüber hinaus eine gute Möglichkeit zum Stressabbau.

Nicht übertreiben

So gesund Radfahren ist – wichtig ist die richtige Dosierung. "Besser als sportliche Höchstleistungen mit extremen Entfernungen und hohem Tempo ist ein regelmäßiges, gemäßigtes Training", empfiehlt Matthias. Besonders Anfänger sollten sich nicht überfordern. "Ein guter Anfang ist es, die täglichen Wege zu Fuß oder mit dem Fahrrad zurückzulegen. Später dehnen Sie zunächst die Dauer Ihres Trainings aus, bevor Sie die
Intensität erhöhen."

Quelle: psg
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