Blasenentzündung - Ein brennendes Problem
Ein Gefühl, als liefe die Blase gleich über. Doch trotz des starken Drucks tröpfelt es auf der Toilette nur spärlich und das auch noch unter stechenden Schmerzen. Fast jede Frau hat diese höllische Erfahrung schon gemacht.
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Wenn es Sie erwischt hat, resignieren Sie nicht, sondern werden Sie aktiv. Gerade zu Beginn einer Blasenentzündung, gibt es noch gute Chancen, den Infekt abzuwehren. Ihr Vorteil: Gegen Blasenbeschwerden sind gleich mehrere Kräuter gewachsen. Nutzen Sie die Pflanzenkraft bei akuter Blasenentzündung und entwickeln Sie langfristig Ihre persönliche Vorbeugestrategie.

Trinken Sie Heilkräuter

Den Bakterien keine Chance! Aber wie? Durchspülen ist angesagt. Neben Wasser und verdünnten Fruchtsäften sind Kräutertees besonders empfehlenswert. Geeignete Heilkräuter sind Riesengoldrutenkraut, Brennnessel und Zinnkraut. Die sekundären Pflanzenstoffe der Goldrute wirken entzündungshemmend und harntreibend. Das Kraut hat krampflösende Eigenschaften und mindert den Druck auf die Blase. Für Eilige gibt es im Reformhaus den fertig gemischten Nieren-Blasentee. Naturreine Heilpflanzensäfte fördern die Durchspülung zusätzlich. Probieren Sie mal Petersiliensaft. Das vitamin- und mineralstoffreiche „Suppenkraut“ wirkt harntreibend und entwässernd. Es unterstützt die Durchspülung der Harnwege und fördert so die Ausschwemmung von Keimen.

Aromatherapie mit Lavendel 

Auch die Psyche beeinflusst den Verlauf eines Harnwegsinfektes. Versuchen Sie sich zu entspannen. Dabei hilft ein Sitzbad mit Lavendel. So geht`s: 6-8 Tropfen Lavendelöl in etwas Pflanzenöl auflösen und in die hüfthoch gefüllte Badewanne geben. In die Mitte der Wanne setzen, mit den Armen abstützen. Die Füße verweilen während des Bades auf dem Wannenrand. Baden Sie bei 38-39 Grad Celsius nicht länger als 15 Minuten. Die beim Blasenkatarrh häufig auftretenden Krämpfe der Harnorgane lassen wohltuend nach.

Bärenstarke Beeren 

in den USA setzte man bereits vor Entdeckung der Antibiotika Cranberry-Saft und zerkleinerte Cranberries gegen Harnwegsinfekte ein. Wissenschaftler der Rutgers State Universität in New Jersey stellten 1998 fest, dass die harnwegsdesinfizierende Wirkung auf die Proanthocyanidine der roten Beeren zurückgeht. Diese Farbstoffe verhindern die Anbindung von Escherichia-coli-Bakterien an die Zellen des Harntraktes. Dadurch können sich diese nicht in Blase und Niere festsetzen und werden mit dem Urin ausgeschwemmt. Eine drohende Infektion wird so bereits im Vorfeld verhindert. Für eine optimale Wirksamkeit sind täglich etwa 400 Milliliter Cranberry-Saft nötig. Die der Preiselbeere ähnlichen Früchte gibt es im Reformhaus als Wildfrucht-Tee, Vollfrucht und Muttersaft, als Konzentrat in Kapselform sowie als leckeren Trockenfrucht-Snack in Bio-Qualität.

Kürbiskerne – nicht nur für Männer 

Männer profitieren schon lange von der Kraft im Kürbiskern zur Linderung von Prostata-Beschwerden. Neben Kalium, Kalzium und Magnesium, Betakarotin und Vitamin E enthält der Kern der Kürbisfrucht wertvolle Linolsäure und Phytosterine, die das Blasengewebe vor Entzündungen schützen können. Kürbiskerne kräftigen zudem den Blasenmuskel und wirken krampflösend. Wem das Kerneknabbern zu langweilig ist, kann sich im Reformhaus Kürbiskern-Kapseln oder leckeres Kürbiskerngranulat aus spezieller Arzneizüchtung besorgen. Es schmeckt besonders gut in Müsli, Joghurt oder Apfelmus.

Gut Gewappnet mit Sonnenhut
Stärken Sie Ihre Abwehrkräfte, damit die Blasenentzündung gar nicht erst chronisch wird. Sinnvoll ist eine Kur mit Echinacea (Sonnenhut) über mehrere Wochen. Ob als Kräutertabletten oder Saft, nehmen Sie Echinacea immer in Intervallen ein. Bei Fieber unbedingt beachten: Hände weg vom Sonnenhut, sonst wird das bereits aktive Immunsystem überfordert.

Quelle: Reformhaus Information
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