Im Sommerblüten-Rausch - Jede Menge Tipps zu Einkauf, Anbau und Pflege
Die Frühlingserinnerungen sind verblüht, jetzt beginnt die Zeit der Sommerblüher! Wer jetzt nicht pflanzt, kann später nicht genießen.

Clever einkaufen:

- Entscheidung treffen: Was soll’s denn für diesen Balkonsommer sein? Lieber Pflanzen für Töpfe oder Kübel wie zum Beispiel Margeriten, Studentenblumen, Feuersalbei, Minirosen und Glockenblumen? Oder vielleicht auch etwas Hängendes wie Geranien oder Fächerblumen, damit man das Geländer nicht so sieht? Ein paar Kräuter für die Küche? – Na klar, also kommen Basilikum, Minze, Schnittlauch, Lavendel, Salbei und Co. gleich mit in den Einkaufswagen. Noch ein paar Kletterpflanzen wie Clematis, Wicken, Kletterspindel oder Wilder Wein dazu und die grüne Oase wird perfekt!

- Der Mai macht’s: Die beste Zeit, um den Sommerbalkon oder die -terrasse zu bepflanzen, beginnt Mitte April. Mit den Eisheiligen – Mitte Mai – hat man auch in kühleren Lagen die letzten Nachtfröste überstanden und die frisch gepflanzten Schönheiten können gefahrlos die Nächte im Freien verbringen. Wem es schon vorher in den Fingern juckt, der sollte bei drohenden Minustemperaturen aber an einen Schutz für die Neuzugänge denken!

- Augen auf: Beim Kauf nicht von der Schönheit blenden lassen! Aufgeblühte Pflanzen versprechen zwar sofortige Freuden, aber achten Sie auch darauf, dass die Pflanzen neben Blüten noch genügend Knospen haben, dicht gewachsen und gut verzweigt sind, sonst währt die Freude nicht allzu lange.

- Zweimal hinschauen: Achten Sie darauf, dass die Pflanzen gesund sind und fragen Sie im Fachhandel nach. Pflanzen Sie Ihren Einkauf möglichst bald ein – je früher, desto besser.

- Seien sie mutig: Wählen Sie, was Ihnen gefällt und machen Sie Ihre eigenen Erfahrungen. Auch (Hobby)Gärtner fallen nicht vom Himmel!

Gekonnt pflanzen und pflegen:

- Mach Platz: Beim Einfüllen der Erde in die Gefäße sollte ein 2-3 cm hoher Gießrand frei bleiben. Die Pflanzen so tief einsetzen, dass der Erdballen aus dem Topf vollständig in der Erde ist. Anschließend gut angießen! Darauf achten, dass die Pflanzen nicht zu dicht stehen, da sie sich sonst beim Wachsen gegenseitig behindern. Geranien, Petunien, Fuchsien oder Knollenbegonien möchten ca. 20 cm von einander entfernt sein, bei kleinwüchsigen Arten wie Tagetes und Lobelien reichen 10–15 cm Abstand.

- Nur vom Besten: Wenn die Erde gut ist, freuen sich die Balkonpflanzen! Balkonpflanzen müssen auf begrenztem Platz Höchstleistungen erbringen und ziehen ihre Nahrung aus der Blumenerde. Wenn die Pflanzen optimale Bedingungen vorfinden, danken sie dies durch kräftigen Wuchs und reiche Blüte.

- Auf gute Nachbarschaft: Nicht alle Pflanzen fühlen sich zusammen in einem Topf oder Kasten wohl, da sie teils unterschiedliche Ansprüche haben. Hortensien oder Azaleen beispielsweise sind Moorbeetpflanzen und benötigen saure Topferde, was wiederum Kräuter überhaupt nicht vertragen können. Manche Pflanzen wie zum Beispiel Lavendel und Rosen sind wahre Sonnenanbeter. Andere sind erklärte Schattengewächse, wie zum Beispiel Fuchsien oder Fleißige Lieschen. Wenn der Standort und die Pflanzen aufeinander abgestimmt sind, verbieten sich bestimmte Kombinationen.

- Prost: Wer wie viel verträgt, ist individuell verschieden. Pflanzen mit genügsamen Gießansprüchen, wie zum Beispiel mediterrane Kräuter, wollen nicht zusammen mit wahren „Säufern“ wie Petunien, Edellieschen oder Trompetenbäumchen in einen Kasten leben.

- Vitaminkick: Wenn die Standortbedingungen stimmen, ist neben dem Gießen die Versorgung mit Nährstoffen der Schlüssel zum Blüherfolg. Am besten eignet sich ein so genannter Langzeitdünger, der bereits bei der Pflanzung in das Substrat eingemischt wird.

- Beim Friseur: Während der Saison sollten trockene Blätter und alte Blüten abgezupft werden. Das fördert die Blühfreudigkeit der Pflanzen, denn sie stecken ihre Energie dann nicht in die Entwicklung von Samen oder Früchten, sondern in die Blüte – oft sogar noch in eine zweite später im Jahr!

 

Quelle: Grünes Presseportal

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