Häufige Geschlechtskrankheiten - ein Überblick
„Die schönste Nebensache der Welt“ ist wohl eine der häufigsten und treffendsten Beschreibungen von Geschlechtsverkehr. Und tatsächlich sprechen schon einige Tatsachen dafür: die Leidenschaft, die Intimität, das Loslassen, die Emotionen…doch genau das ist auch oft ein Problem. Denn diese Gefühlswallungen und Erregungen lassen viel zu oft auf die Gefahren und vor allem auf Verhütung vergessen.

Die unangenehmen Folgen sind Geschlechtskrankheiten, oftmals gar nicht bemerkt aber doch sehr gefährlich, besonders wenn man diese immer weiter überträgt.

Die wohl "populärste" Geschlechtskrankheit ist Aids. Doch es gibt noch eine Reihe von anderen Geschlechtskrankheiten, welche vielen vielleicht zwar vom Namen her bekannt sind, man aber eigentlich nicht weiß, welche Symptome und Gefahren sie mit sich bringen. Hier ein kurzer informativer Überblick von einigen dieser Geschlechtskrankheiten:

1. Chlamydien
Chlamydien sind Erreger, die zu den Bakterien gezählt werden und am häufigsten durch ungeschützten Geschlechtsverkehr übertragen werden. Zwar ist eine Infektion gut mit Antibiotika behandelbar, kann jedoch, wenn sie unerkannt bleibt, bei Frauen zu schweren Unterleibsschmerzen bis hin zu Unfruchtbarkeit führen. Das Problem bei dieser Art von Infektion ist, dass oftmals nur geringfügige bis gar keine Beschwerden – besonders beim weiblichen Geschlecht - auftreten können. Bei Männern kommt es in den meisten Fällen zu einer Entzündung der Harnröhre, die mit Schmerzen und Jucken beim Wasserlassen einhergeht. Wenn Symptome bei der Frau auftreten, sind diese gelb-grünlicher Ausfluss, Brennen beim Wasserlassen bis hin zu Entzündungen der Gebärmutterschleimhaut sowie den Eileitern. Die Diagnose wird anhand eines Abstrichs von der Harnröhre durchgeführt.

2. Syphilis
Syphilis wird ebenfalls durch Bakterien beim Geschlechtsverkehr übertragen. Innerhalb von 10 bis 90 Tagen entsteht ein Geschwür an der Stelle, an der die Infektion stattfand. Das Geschwür kann zum Beispiel am Penis, auf den Schamlippen, aber auch im Falle des oralen Verkehrs, am Rachen oder Mund sitzen. Die Gefahr bei dieser Krankheit ist, dass die Geschwüre auch unbehandelt nach einiger Zeit verschwinden, die Krankheit jedoch jederzeit wieder auftreten kann. Besonders die Spätfolgen sind sehr gefährlich, da diese das Herz, die Hauptschlagader, das Nervensystem und Gehirn betreffen können. Im Frühstadium wird die Diagnose anhand einer Blutprobe und eines Abstrichs vom Geschwür durchgeführt. Bei fortgeschrittener Krankheit kann es zu einer Entnahme von Rückenmark kommen, um Aufschluss darüber zu erlangen, ob das Zentralnervensystem bereits von der Infektion betroffen ist. Die Behandlung erfolgt durch Einnahme von Penicillin.

3. Gonorrhoe
Gonorrhoe, ebenfalls bekannt als Tripper, ist auch eine durch Bakterien sexuell übertragbare Krankheit. Ungefähr die Hälfte aller infizierten Frauen haben keine Symptome. Die besondere Gefahr hierbei ist, dass Mütter, die infiziert sind, ihr Kind anstecken können, welches ernsthafte Entzündungen bei den Augen bekommen kann, die im schlimmsten Fall zur Erblindung führen können. Die Beschwerden bei den Frauen können in der Anfangsphase sehr schwach sein, da Ausfluss und Brennen beim Wasserlassen oft nicht als sehr ungewöhnlich empfunden werden. Sind die Schleimdrüsen der äußeren Geschlechtsdrüsen befallen, schwellen diese oft sehr schmerzvoll an. Bei Analverkehr können sich Entzündungen im Enddarm entwickeln und bei Oralverkehr kann die Infektion im Rachenraum erfolgen. Männer merken eine Infektion in 80 % der Fälle durch starke Schmerzen beim Urinieren, was sich bei einer fortgeschrittenen Infektion wie Glassplitter in der Harnröhre anfühlt. Mit einem Abstrich der betroffenen Stelle kann Gonorrhoe nachgewiesen werden. Die Behandlung erfolgt durch die Einnahme eines speziellen Antibiotikums.

4. Genitalwarzen
Genitalwarzen sind gutartige Geschwüre auf den äußeren Geschlechtsteilen, welche durch humane Papillomviren (HPV) verursacht werden. Obwohl ein hoher Prozentsatz sexuell aktiver Menschen diesen Virus in sich trägt, erkrankt nur etwa ein Prozent an sichtbaren Genitalwarzen. Die Warzen sind oft nur stecknadelkopfgroß und treten einzeln oder in Gruppen auf. Mit bloßem Auge sind sie häufig nur als Rötungen erkennbar, welche sich durch Juckreiz oder leichte Blutungen bemerkbar machen. Diese Geschlechtskrankheit ist in den meisten Fällen durch sexuellen Kontakt übertragen, jedoch auch in manchen Fällen durch Schmierinfektion. Durch die hohe Ansteckungsgefahr ist es wichtig, die Warzen möglichst schnell zu behandeln. Kleinere Warzen können oft problemlos mit Cremes oder Tinkturen behandelt werden. Operativ werden Warzen durch einen Laser entfernt.

Dies ist nur ein kleiner Ausschnitt aus der Welt der Geschlechtskrankheiten. Die sicherste Methode sich zu schützen, ist und bleibt das Kondom. Auch wenn Sie sich in einer festen Partnerschaft befinden und auf diese Verhütungsmethode vielleicht weitgehend verzichten, sind regelmäßige Untersuchungen, egal ob Symptome oder nicht, ein Muss, damit nicht aus der Lust ganz schnell Frust wird.

Autorin: Iris Schiffrer

Kommentare
Lars Brinkmannnnnn
2012-09-24 08:58:30
FUUUUUU Lecker

fickschnitzel
2013-12-11 08:49:02
lecker lecker lecker