Babynahrung - erste kulinarische Versuche
Babynahrung - erste kulinarische Versuche
Eltern versuchen ihr Bestes, ihren Kindern qualitative, nährstoffreiche und wohlschmeckende Babynahrung anzubieten. Doch in der Verwendung gibt es einiges zu berücksichtigen.

Zeitlicher Verlauf der Ernährung

0-5 Monate
In diesem Zeitraum ist die Verabreichung von Brei oder Säften nicht notwendig, Muttermilch und Fertigmilch enthalten bereits alle notwendigen Vitamine und Nährstoffe.

5-6 Monate
Ab etwa einem halben Jahr können neben Babybrei und Saft auch schon weiches Obst und Gemüse gegeben werden. Bei Biskotten oder Butterkeksen finden erstmals bereits vorhandene Zähne praktische Anwendungsmöglichkeiten. Die Menge des Babybreis in den industriell verfügbaren Gläsern entspricht in etwa dem Appetit des Kindes. Bleibt einmal etwas übrig, ist dies noch kein Grund, sich Sorgen zu machen, hier kann man sich danach richten, was dem Kind schmeckt und andere Produkte wählen. Doch auch Prioritäten ändern sich häufig schnell.

7-12 Monate
Nun ist wirklich schon fast alles auf dem Speiseplan möglich, das Baby weiß auch bereits schon sehr gut, was schmeckt und was nicht. Wichtig ist, die Essensstücke sehr klein geschnitten zu geben. Auch im Supermarkt stehen für diese Altersklasse unzählige Breimischungen in Gläsern zur Verfügung.

Nach einem Jahr kann die Extrakost in Form von Babybrei beendet werden, das Kind benötigt diese nicht mehr. Nun ist es besonders wichtig, weiterhin auf eine ausgewogene Ernährung mit genügend Vitaminen, Eiweiß, Kohlenhydraten sowie Fett zu achten.

Lebenswichtiges Stillen in den ersten Monaten

Auch bei noch so großer Auswahl an Produkten kommt dem Stillen die größte Bedeutung zu. Ideal wäre es, den Säugling in den ersten sechs Monaten zu stillen sowie auf industrielle Babynahrung in dieser Zeit zu verzichten.

Wie viel Babynahrung braucht ein Baby?

Hierbei gibt es keine allgemein gültige Antwort, Alter sowie Gewicht sind ebenso ausschlaggebende Faktoren, wie die Frage, ob Säuglingsmilch mit Muttermilch oder mit fester Nahrung kombiniert wird.

Da die Einschätzung oftmals schwierig ist, können ein paar grundlegende Faustregeln helfen. Bekommt das Baby noch keine Beikost, liegt die empfohlene Menge bei 150 ml Säuglingsnahrung pro Kilogramm Körpergewicht verteilt auf 24 Stunden. Abweichungen sind jedoch durchaus normal, hierbei handelt es sich um eine reine Durchschnittsmenge, die bei Frühgeborenen und Baby mit niedrigem Geburtsgewicht nicht gültig ist. Im Zweifelsfall ist immer die Rücksprache mit der Hebamme oder dem Kinderarzt ratsam.

Benötigt das Baby mehr, ist das leicht zu erkennen: es trinkt schnell aus und sucht nach weiteren Trinkmöglichkeiten. Hat das Baby genug, wird es dies ebenso umgekehrt deutlich zeigen.

Sobald feste Nahrung einen immer größeren Anteil im Speiseplan übernimmt, reduziert sich automatisch der Verbrauch an Säuglingsmilch.

Säuglingsmilch und Gefahr von Keimen

Aus hygienischen Gründen sollte jede Flaschen-Mahlzeit frisch zubereitet werden. Die Aufbewahrung von Resten sowie das Warmhalten bereits zubereiteter Säuglingsmilch sind aufgrund der Keimgefahr unbedingt zu vermeiden.
Trotz strenger Gesetze in der Herstellung und Produktion von Babynahrung sind die Produkte beim Kauf nicht steril. Eine geringe Menge an Bakterien in den Säuglingsnahrungsmittel ist allerdings tolerabel, gefährlich für den Säugling kann eine nicht sachgerechte Weiterverwendung wie eben Aufbewahrung und/oder Warmhalten werden.

Erwärmung von Babynahrung in der Mikrowelle?

Babynahrung sollte man nicht in der Mikrowelle erhitzen, da sie nicht gleichmäßig erwärmt wird und daher die Gefahr von Verbrennungen beim Kind besteht. Auch gehen viele wichtige Nährstoffe durch den Erhitzungsvorgang verloren.

Eine bessere Zubereitungsart ist das Garen. Hierdurch wird der Nährstoffverlust so gering als möglich gehalten.

Interessante und hilfreiche Rezepte für das selbstständige Zubereiten von Babynahrung finden sich zahlreich im Internet. Anbei zum Beispiel ein Link: http://www.gutekueche.at/rezepte/kategorien/babynahrung-rezepte.php

 

Autorin: Mag.a Nicole Vorauer

 

Kommentare
Sabrina
2012-07-03 13:22:31
Kann ich meinem Kind eigentlich auch Milchreis geben? Bei den wenigen Zutaten, die man dafür braucht, kann man doch gut auf Qualität achten und man weiß, was man dem Spatz zu essen gibt. Ich und mein GöGa mögen vor Allem die fruchtigen Rezepte (gibts bei Chefkoch oder milchreisrezept.de), das kann ja für unseren Spatz nicht schlecht sein, oder?