Ab in die Berge - rein in die Natur: Kurzurlaub in Österreich
Warum in die Ferne schweifen, wenn das Gute so nah ist und überdies auch noch die Brieftasche schont und zur Entspannung beiträgt

Hand aufs Herz, wer hat sich nicht schon gedacht, dass ein Urlaub in den Bergen, und dazu noch in Österreich, langweilig sein muss? Wer richtig Verreisen will, kann dies nur im Ausland machen, Wandern ist nur etwas für Sportliche und überhaupt, was kann man sonst noch in den Bergen unternehmen außer Wandern?

Gerade wer nicht viel Zeit zum Planen oder zum Verreisen hat, ist in den Bergen gut aufgehoben. Die sieben Sachen sind schnell gepackt und innerhalb weniger Autostunden sind die schönsten Berge erreicht. Fern von jeglichem Smog oder Lärm lässt es sich sehr gut auf einer Almhütte entspannen, Wandern ist kein Muss, vielmehr hat man die seltene Möglichkeit, in sich einzukehren und den Alltag hinter sich zu lassen.
Dies wussten schon viele Einsiedler zu schätzen, sie bevorzugten die Abgeschiedenheit der Berge für ihre Meditationen und Gebete. Als berühmtestes Beispiel sei der Berg Athos in Griechenland genannt, wo sich heute ein Kloster befindet. Eins sein mit der Natur, einmal Hektik und Verpflichtungen hinter sich lassen, in sich selbst hineinhorchen und lernen, sich wieder auf sich selbst zu konzentrieren.
Möchte man gerne Kultur mit leichtem Wandern verbinden, dann eignet sich der österreichische Jakobsweg hervorragend dafür. Der Pilgerweg erfährt eine Art Renaissance, immer mehr Leute nutzen den Weg um etwas Abstand zu gewinnen und neue Kraft zu tanken. Der österreichische Teil des Jakobswegs, der insgesamt bis nach Santiago de Compostela in Spanien führt, bahnt sich seinen Weg unter anderem auch durch das Salzburger Seenland und wer mag, kann seinen Urlaub mit einer Seenwanderung abrunden. Es gibt zahlreiche Bücher über den Jakobsweg, in denen nicht nur Routen und Etappen sondern auch Pilgerherbergen und kulturelle Sehenswürdigkeiten beschrieben werden. Es ist eine ganz besondere Erfahrung auf den alten Spuren längst vergangener Tage zu pilgern und Österreich zu Fuß zu durchqueren. Sie lernen das Land von einer anderen Seite kennen und lieben.
Wer es lieber sportlicher angehen mag, wird viele Betätigungsfelder finden, angefangen beim Nordic Walking und Radfahren bis zum Klettern.
Auch der Nationalpark Hohe Tauern hat einiges zu bieten, wie z.B. die so genannten „Hörbäume“, alte Bauern und Sennerinnen erzählen Geschichten über das Leben im Almtal. Daneben gibt es zahlreiche Klettersteige welche mit oder ohne Kletterführer bestiegen werden können.
Etwas abenteuerlicher geht es beim Rafting am Möllfluss zu und wer im Urlaub noch seine finanziellen Ersparnisse aufpolstern möchte, kann sich beim Goldwaschen gütlich tun. Besonders Tierfreunde kommen auf ihre Rechnung, im Nationalpark leben viele Wildtiere, die anderorts längst ausgestorben sind. Mit einem guten Fernglas bewaffnet kann es Ihnen gelingen, diese seltenen Tiere aus der Nähe zu beobachten und somit ein Stück Geschichte zu erleben.
Daher ran an die Wanderschuhe und ab in die Berge!
Autorin: Mag. Karin Puchegger
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