Körpersprache und ihre Wirkung
Wie Sie sich selbst besser in Szene setzen & andere leichter durchschauen.
Körpersprache
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Barack und Michelle Obama – gemeinsam stehen sie nicht nur an der Spitze der amerikanischen Politik. Sie sind auch Meister in Sachen Körpersprache und sich der Wirkung ihrer Gesten durchaus bewusst. Und immerhin vermitteln wir mittels Körpersprache den Großteil an Kommunikation. Mitunter ein Grund für ihren großen Erfolg. Davon ist auch Experte Stefan Verra überzeugt: „Barack Obama erfährt unter anderem deswegen so viel Zustimmung (vor allem außerhalb der USA), weil er auf viele Menschen positiv wirkt. Sein Gesicht kennt jeder. Seine Inhalte fast niemand. Außer vielleicht: yes, wie can“ An seiner Seite Amerikas First Lady Michelle Obama. An ihrer Mimik und Haltung lassen sich ganz bestimmte Attribute herauslesen: Selbstbewusstsein, Kraft und Dominanz. Attribute, die man sich von Menschen in Führungspositionen erwartet.

Aber wie schafft man es, mit seinem Auftreten zu überzeugen? „In erster Linie empfehle ich, sich bewusst zu machen, was einen körpersprachlich überhaupt erst mal ausmacht. Wenn Sie mit Ihrem Auftreten unzufrieden sind, orientieren Sie sich einfach an Menschen, die Sie in ihren Bann ziehen und übernehmen Sie deren Signale.“ Wollen Sie also sympathischer wirken, achten Sie darauf, mehr zu lächeln und mehr Bewegung in Ihre Gesten zu bringen. „Zeigt man nämlich zu wenig Körpersprache, wirkt man auf sein Gegenüber schnell unsympathisch. Stellen Sie sich nur ein Gespräch mit Ihrem Vorgesetzten vor. Sie brillieren vor ihm mit einer Top-Idee nach der anderen. Wenn er dabei keine Miene verzieht, werden Sie wahrscheinlich mit einem äußerst unangenehmen Gefühl aus dem Gespräch rausgehen“, so Verra. Besonders wichtig sind dabei die Signale, die Sie mit Augen, Mund, Hände und Füße aussenden. „Das sind jene Körperregionen, die im Gehirn besonders gut repräsentiert sind.“

Und welche Botschaften kann ich aus der Körpersprache meines Gegenübers herausfiltern? Eines vorweg: „Es ist nicht möglich, an der Mimik oder Gestik meines Gesprächspartners zu erkennen, ob er lügt.“ Was man allerdings durchaus durchschauen kann – ob das Lachen ehrlich ist. „Bei einem echten Lachen sind zwei Muskelpartien aktiv – die Wangenmuskel und die Augenringmuskel“, verrät der Buchautor. Bei einem aufgesetzten Lächeln sind nur die Mundwinkel nach hinten gezogen. Die Muskeln rund um die Augen sind nicht aktiv. Ein weiteres Indiz für ein aufgesetztes Fröhlich-Sein: Ein falsches Lachen bricht meist abrupt ab. Der Körpersprache-Profi rät aber davon ab, einzelne Signale des Gegenübers deuten zu wollen: „Da kann auch der Zufall mitspielen. Der Spielraum für Interpretationen ist zu groß.“ Besser: Das Gegenüber in seiner Gesamterscheinung wahrnehmen. „Wenn jemand fahrige Bewegungen macht, mit den Beinen herum zappelt, der Blick im Raum herumirrt und dabei trommelt, ist das etwas anderes als wenn er ruhig zurückgelehnt ist, ein entspanntes Lächeln aufhat, den Blick ruhig und entspannt auf dich gerichtet hat, angenehm lächelt und dabei zur Musik mit den Finger tappt.“ Plus: Das Öffnen oder Verschließen der Sinnesorgane zeigt, ob wir an Infos interessiert sind oder eben nicht. Neigt sich jemand im Gespräch dem anderen zu, so bedeutet das, das unser Gegenüber Interesse an dem zeigt, was wir ihm erzählen. Lehnt er sich zurück, ist meist das Gegenteil der Fall. Das Gleiche gilt für das Verschränken der Arme. Worauf man in jedem Fall achten soll: „Bevor man in ein Gespräch geht, sollte man darauf schauen, ob das Gegenüber überhaupt gewillt ist, einem zuzuhören.“ Das Zusammenspiel der eigenen Wirkung nach außen und das Eingehen auf den anderen entscheidet also darüber, ob man bei seinem Gegenüber punktet oder nicht!

Zur Person: Stefan Verra ist gebürtiger Osttiroler. Heute ist der Buchautor und selbständige Unternehmer einer der erfolgreichsten Verkaufstrainer im deutschsprachigen Raum. www.stefanverra.com


AutorIn: Katharina Silbert
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