Gesund und fit - mit den 5 Säulen nach Kneipp
Die Kneipp-Therapie beruht auf fünf Säulen, die ein Garant für Gesundheit und Wohlbefinden sind.
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Der deutsche Pfarrer Kneipp war keineswegs der Erste, welcher sich mit der heilenden Wirkung von Wasser auseinander setzte. Anders als seine Vorgänger entwickelte er jedoch eine umfassende Therapie, die er über viele Jahre erprobte und verfeinerte. Außerdem erkannte Pfarrer Kneipp schon damals, dass zur Gesundheit des Menschen mehrere Faktoren gehören. So stellte er die fünf Säulen seiner Therapie auf: die Wasserheilkunde, die Heilkräuterlehre, Bewegung, Ernährung und die gesunde Lebensweise.

Wasserheilkunde

Bekannt ist die Kneipp-Methode vor allem durch ihre Wasseranwendungen. Tatsächlich stellt die Hydrotherapie aber nur eine der fünf Säulen nach Kneipp dar. Zu den Anwendungen gehören Güsse, Bäder, Wickel und das Wassertreten. Ziel ist es, den Körper durch verschiedene thermische Reize abzuhärten und die Durchblutung zu fördern. So wird bei den Wasseranwendungen kaltes oder warmes Wasser verwendet.

Das Wasser dient als Reizauslöser auf der Haut und beeinflusst unsere Gesundheit und unser Wohlbefinden. Durch die Wassertherapie steigert sich die Leistungsfähigkeit und die Abwehrkräfte wachsen. Bereits vorhandene Leiden können gelindert werden, die Therapie wirkt aber auch vorbeugend. Positive Einflüsse ergeben sich auf das Herz- und Kreislaufsystem ebenso, wie auf die Nerven und die Psyche. Letztendlich verhelfen die Wasserkuren der Haut auch zu einem straffen Gewebe und wirken so Falten entgegen.

Heilkräuter

Die zweite Säule der Kneipp’schen Lehre ist die Phytotherapie oder Heilkräuterkunde. Was heute unter den Namen „Alternative Heilmethoden“ fällt, war für Pfarrer Kneipp eine natürliche Therapieform. Er behandelte seine Patienten mit dem Wissen um etwa fünfzig verschiedene Kräuter, deren Wirkung er ausführlich studiert hatte. Gerade in unserer heutigen Zeit, die geprägt ist vom Glauben an die Schulmedizin und wachsenden Umweltbelastungen, bietet die Natur vielfältige Behandlungsalternativen. Anstatt chemisch hergestellter Medikamente, verwendet die Phytotherapie rein natürliche Produkte. Tees und Säfte wirken von innen, Salben und Öle werden auf die Haut aufgetragen. Die heilende Wirkung dieser Kräuter ist heute wissenschaftlich belegt.

Bewegung

Das zu einem gesunden Leben auch regelmäßige Bewegung gehört, war schon Pfarrer Kneipp klar. Herz und Kreislauf werden durch aktive Bewegung stimuliert, außerdem beugt sie Übergewicht vor. In unserer heutigen Gesellschaft verrichten viele Menschen Jobs ohne körperliche Bewegung. Gerade dann ist ein sportlicher Ausgleich besonders wichtig. Bestimmte Aktivitäten werden dabei in der Kneipp-Therapie nicht vorgeschrieben, alle Arten von Bewegung sind gut. Allgemein gilt: sanftes und ausdauerndes Training beugt Krankheiten vor und stärkt die Muskeln, kurzes und intensives Training hingegen kurbelt den Kreislauf an.

Bei der Bewegung kommt es nicht auf Quantität, sondern Qualität an. Dreimal pro Woche reicht vollkommen, außerdem soll der Spaß an der Sache nie verloren gehen. Der Pulsschlag sollte während des Sports in etwa 170 minus dem Lebensalter betragen, dann macht die Betätigung Sinn. Egal ob Laufen, Schwimmen oder Radfahren – besser öfter und kurz, als einmal und lang, denn auf die Regelmäßigkeit kommt es an. Auch ein ständiges Dehnen der Muskeln ist wichtig für das Wohlbefinden, denn Stretching entspannt und hält die körperliche Beweglichkeit aufrecht.

Ernährung

Neben der Bewegung ist die Ernährung eine weitere wichtige Säule der Therapie nach Kneipp. Dabei stellte der Pfarrer eine vielseitige Vollwertkost in den Vordergrund und nannte Regeln für eine sinnvolle und maßvolle Ernährung. Abwechslungsreiche Mahlzeiten mit vielen Ballaststoffen und Kohlenhydraten sollen aus Vollkornprodukten, Salaten, Gemüse und Obst zusammen gestellt werden. Vollkornbrot, pflanzliche Produkte und frische Kost sind laut Kneipp besonders wichtig, auf Süßigkeiten sollte man hingegen verzichten. Ebenso bedeutend ist ausreichend Zeit für die Mahlzeiten und ein gesundes Maß abseits von Völlerei.

Pfarrer Kneipp empfahl auch ausdrücklich, reichlich Flüssigkeit zu trinken. Etwa vier Liter über den Tag verteilt, in Form von Wasser oder Kräutertees, beugen der Austrocknung des Körpers vor. Weiterhin spielen auch in der Ernährung die Kräuter eine wichtige Rolle. Die Brennnessel wirkt entwässernd, Rosmarin hilft gegen Völlegefühl. Beruhigend auf den Magen wirkt sich Kamille aus, Thymian hilft bei Erkältungen.

Lebensgestaltung

Die fünfte Säule der Kneipp-Methode ist auch als Ordnungstherapie bekannt. Dahinter verbirgt sich nichts anderes, als eine gesunde und bewusste Lebensgestaltung. Denn schon Pfarrer Kneipp hat erkannt, dass Stress, Unruhe und Übermaß unserem Körper schaden. Wie bei so vielem ist ein gesundes Mittelmaß ideal. Außerdem rät Kneipp, auf den eigenen Körper zu hören und ihm das zu geben, was er verlangt. Ein körperliches und seelisches Gleichgewicht ist für ein gesundes und zufriedenes Leben unerlässlich.

Autorin: Claudia Wrumnig

 

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