Sommer-Sonne - Surfen
Surfen - jede Menge Spaß in Wind und Wasser
Alles, was Sie über diese Trend-Wassersportart wissen sollten, lesen Sie hier…
Surfen - jede Menge Spaß in Wind und Wasser
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Als der Ingenieur James R. Drake alias Jim Drake im Mai 1967 in Jamaica Bay, Kalifornien zum ersten Mal den Prototypen eines Windsurfbretts, den „Old Yeller“ ausprobierte, ahnte er wohl nicht, was er damit auslösen würde. Surfen ist nicht mehr nur ein Sport, es ist eine Lebenseinstellung. Inzwischen hat sich das Surfen über die Grenzen Amerikas hinaus in die Welt verbreitet und ist auch in unseren Breiten ein beliebter Sommersport, der begeisterte Surfer an die heimischen Seen treibt.

Die Idee

Ausgehend vom Surfbrett, das bereits zum Wellenreiten eingesetzt wurde, war die ursprüngliche Idee, eine Konstruktion zu errichten, die die Kraft des Windes als Antriebsquelle nützt. Newman Darby bastelte bereits Jahre vor Jim Drake an der Grundidee, einem Segel, das frei beweglich mit dem Surfbrett verbunden ist. Letztendlich war es jedoch Drakes Freund und Finanzier Hoyle Schweitzer, der das neue Sportgerät 1969 zum Patent anmeldete.

Die Ausrüstung

Das Segel besteht meist aus einer durchsichtigen PVC-Folie (=Monofilm), gewebtem Polyester (=Dacron) und Mylar. Die Größe des Segels variiert je nach Können und Alter zwischen 1,5 m2 und 12,5 m2. Das Segel wird durch den Gabelbaum gespannt, der gleichzeitig als Griff dient und der Mast hält das Segel nach oben hin. Die drei Teile Mast, Gabelbaum und Segel werden mit dem Begriff „Rigg“ zusammengefasst. Das Rigg ist am Surfbrett befestigt, das die typische Stromlinienform hat. Bei einer Länge von 2 bis 3,5 m hat es ein Volumen von 50 bis einigen 100 Litern. Zusätzlich bietet das Trapez (=Sitzhalterung), das über einen Haken und ein Seil mit dem Mast verbunden ist, eine Entlastung der Arme.

Die Technik

Beim Surfen ist es besonders wichtig, einen guten Gleichgewichtssinn mitzubringen. Sich am Brett halten zu können, ist für Anfänger das erste Hindernis am Weg zum eingefleischten Surfer. Hat man diese Hürde einmal überwunden, so geht es um die Technik zur Fortbewegung am Wasser. Durch die Segelstellung kann das Surfbrett in die richtige Richtung gelenkt werden, bei höheren Geschwindigkeiten erfolgt die Lenkung über Kippbewegungen des Surfbrettes. Wer diese Bewegungen beherrscht, kann sich in verschiedensten Tricks und Sprüngen üben.

Wettkämpfe

Surfer treten zu Wettkämpfen in unterschiedlichen Klassen gegeneinander an. Es gibt auch verschiedene Kategorien wie beste Technik, Freestyle oder der Wettkampf nach Schnelligkeit.
Seit 1984 ist das Windsurfen als olympische Disziplin anerkannt. Jedoch konnten vorerst nur Männer daran teilnehmen. Acht Jahre später, im Jahr 1992, erlangten auch die Frauen die Möglichkeit zur Teilnahme an olympischen Wettkämpfen.

Kitesurfen

Aus dem Windsurfen hat sich im Laufe der Zeit das Kitesurfen entwickelt. Dabei wird ein Wakeboard-ähnliches Brett benützt, das dünner und kürzer als das herkömmliche Surfbrett ist und das Segel wird durch einen Lenkdrachen ersetzt. So können Sprünge bis zu 60 m Höhe erreicht werden.

Die beliebtesten Orte

In Österreich zieht der Neusiedlersee jährlich im Sommer viele Surfbegeisterte aus ganz Österreich an. Weitere europäische Surferdomizile sind die Kanarischen Inseln Fuertevenura, Gran Canaria, Lanzarote sowie der Gardasee in Italien, um nur einige zu nennen. Will man auch im Winter nicht auf Surfen verzichten, bleiben einem weltweit viele Surferparadiese, die auch während der kalten Jahreszeit bereist werden können. In den USA ist Hawaii, die Heimat des Profisurfers und Erfinders des Kitesurfens Robbie Naish, das beliebteste Reiseziel. Weitere Hot Spots sind Cabarete in der Dominikanischen Republik, El Yaque in Venezuela, Cumbuco in Brasilien und Hurghada in Ägypten.

Die nächsten Monate können wir jedoch die Surfsaison noch am Neusiedlersee in vollen Zügen genießen. Falls Sie auch Lust darauf bekommen haben: Für Anfänger werden dreitägige Surfkurse angeboten! In diesem Sinne: Hang loose!

Autorin: Julia Egermann
 

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