Kinderyoga - stärkt Körper und Sinne
Yogaübungen wirken sich bereits bei Kindern positiv auf Motorik, Körpergefühl und Wahrnehmung aus. Früh übt sich, wer ein Meister im Yoga werden will.

Spielerisch lernen

Beim Kinderyoga führen bereits die Kleinsten spielerisch Positions-, Atem- und Meditationsübungen der Yogalehre aus. Sie verbessern dadurch nicht nur ihre motorischen Fähigkeiten und ihre Beweglichkeit, sondern ebenso Konzentrationsfähigkeit sowie sinnliche und körperliche Wahrnehmung. Das wiederum führt zu einer besseren Lernfähigkeit und bildet die Grundlage für das spätere logisch-abstrakte Denken. Die Entwicklung hin zu einer differenzierten Motorik ist nämlich ein wichtiger Teil der Hirnentwicklung des Menschen.

Für Immunsystem und Selbstbewusstsein

Auch das Immunsystem wird gestärkt, Muskeln werden aufgebaut und Fehlhaltungen wird vorgebeugt. Darüber hinaus soll Yoga die sozialen Fähigkeiten fördern, indem es zu einem guten Körpergefühl und so zu gesundem Selbstbewusstsein führt, welches wiederum einen entspannteren Umgang mit Mitmenschen bewirkt. Um das Interesse der Kinder an den Entspannungstechniken, Körper- und Atemübungen von Yoga zu wecken, sind Spiel, Fantasie und Kreativität wichtige Bestandteile im Lernprozess. Die Übungen im Kinderyoga unterscheiden sich daher von jenen der Erwachsenen.

Gruppen- und altersorientierter Unterricht

Angesichts der körperlichen Entwicklung im Kindesalter und der Bedürfnisse der kindlichen Fantasiewelt werden die Yogaübungen der jeweiligen Altersstufe entsprechend angepasst. Je jünger die Kinder sind, umso spielerischer werden die Einheiten aufgebaut. Manche Übungen mit schwer nachvollziehbaren Namen werden auch umbenannt: Statt der Bezeichnung der "yoga mudra" wird zum Beispiel der Ausdruck "zusammengerolltes Blatt" oder "Kieselstein“ verwendet. Der Stundenablauf sollte sich auch nach den aktuellen Bedürfnissen der Kinder und der Gruppe richten, also umfeld- und gruppenorientiert sein. Leistungsdruck und Erwartungshaltung werden dabei völlig ausgeklammert. So führen die Kleinen meist mit großer Freude und Begeisterung die Positions-, Atem- und Meditationsübungen aus.

Ab 3 Jahren geht´s los

Nach Ansicht der meisten Kinderyoga-Lehrenden ist Yoga bereits ab 3 Jahren sinnvoll. Gerade Kinder haben eine hohe Motivation zum eigenen Üben und Ausprobieren. Sie können sich häufig leicht auf die Übungen einlassen und gleichzeitig Kraft und Entspannung tanken. Yoga kann beispielsweise auch eine wichtige Unterstützung für Migräne-anfällige Kinder bieten, die Schmerzen zu lindern. Ebenso wird der Umgang mit Neurodermitis und Allergien oft hilfreich unterstützt. Das Erlernen von Entspannungs-Techniken trägt bei vielen Kindern wesentlich dazu bei, „abschalten“ zu können, Stress abzubauen und zur Ruhe zu kommen.

Mutter-Kind-Yoga

Für alle Eltern, die mit ihrem Kind gemeinsam Yoga lernen möchten, bietet sich Mutter-Kind-Yoga an. Es wird meist für Kinder bis 4 Jahre angeboten und stellt einen schönen Rahmen dar, gemeinsam mit seinem Kind zu üben und zu entspannen. Die Beziehung zwischen Eltern und Kind wird auf eine neue Art und Weise erlebt, Verhaltensmuster dem Kind gegenüber werden mitunter bewusster. Während am Anfang die Eltern ihre Kinder in den Yogaunterricht mitnehmen, fordern die Kinder nach einer Zeit oft selber danach: Sie finden Gefallen am Yoga und merken, dass es ihnen gut tut und Spaß macht.

Autorin: Mag.a Marlies Weissinger
 

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