Rund um Island - kleine Insel mit großer Wirkung
Auch wenn die Nächte nicht mehr durchgehend hell sind und die Temperatur fällt, ist Island im Herbst eine Reise wert.
 
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Island verfügt mit dem Vatnajökull (8.500 Quadratkilometer mit einer bis zu 1.000 Meter dicken Eisdecke) über den größten Gletscher Europas, mit dem Dettifoss (100 Meter breit, 44 Meter tief - Bild links) über den wasserreichsten Wasserfall Europas, mit dem Odhahraun über den größten Lavastrom Europas und mit dem Geysir (60 Meter hoch) über die größte, heiße Wasserfontäne in Europa. Keine Frage, aus Island sind geheimnisvolle Kräfte am Werk, die unserer Wahrnehmung sonst verborgen bleiben.

Elfen, Trolle und das Huldufólk

Obgleich nur zehn Prozent der Isländer die Existenz von Elfen, Trollen und dem verborgenen Volk (Huldufólk) abstreiten, bleibt offen, ob es tatsächlich eine offizielle Elfenbeauftragte beim isländischen Bauamt gibt. Manche sagen, es handle sich um die Klavierlehrerin Erla Stefansdóttir. Andere meinen, die Elfenbeauftragte sei eine Erfindung des Künstlers Wolfgang Müller, die in Form eines Artikels in der Jahresendausgabe der Frankfurter Rundschau 1995 erschienen ist. Wahrheit oder Erfindung - die Elfenbeauftragte hat jedenfalls zum Aufschwung des isländischen Elfentourismus beigetragen. In der drittgrößten, neben Reykjavik gelegenen Stadt Hafnarfjörður soll die vielfältigste Population von Elfen, Trollen und dem Huldufólk leben.

Touristenführungen nach dem Elfenstadtplan und ein Besuch der Elfenakademie zählen zum Elfen-Pflichtprogramm.

Dettifoss Island

Island befahren, begehen, erwandern oder erreiten

 Für die erstmalige Erkundung Islands bietet sich ein Mietwagen oder der öffentliche Bus an. Mit dem PKW  lässt sich die Insel auf der rund 1.350 Kilometer langen und beinahe durchgehend asphaltierten Ringstraße  Nr. 1 gemütlich in sechs Tagen umrunden. Bleiben danach noch ein paar Tage, empfiehlt es sich, die schönsten Gegenden mit dem Islandpferd oder zu Fuß zu erkunden.

 

Die Ringstraße folgt dem Küstenlauf, schneidet jedoch die Halbinsel Snaefellsness, die Westfjorde und den äußersten Norden ab. Eine Tour ins Hochland sollte man extra planen, denn für seine unberechenbaren Straßen- und Wetterverhältnisse sind Gelände gängige Fahrzeuge ein Muss. Offroad-Fahren ist in Island aus Gründen des Naturschutzes nicht erlaubt. Die Höchstgeschwindigkeit auf asphaltierten Straßen beträgt 90 km/h. Eine Umrundung Islands im Uhrzeigersinn macht aus dramaturgischen Gründen Sinn.

 
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